Max Witte hat einen wöchentlichen Löserwettbewerb (Max' Montags-Mysterium) für Schachprobleme
ins Leben gerufen. Eine gute Idee! Einsendeschluss (idealerweise per Mail an
Max Witte) ist jeweils Sonntag, 24 Uhr. Viel Spaß!
41. Schachproblem (Einsendeschluß 17. April 2022)
Die hier und in den folgenden Wochen benutzte Terminologie versteht sich in den meisten Fällen nicht von selbst und
ist jeweils erklärungsbedürftig. Sie geht auf Ludwig Zagler (Zur
Systematik der Einzügerkonstruktionsthemen, feenschach 10/1972) und
Erich Bartel (Einzügerrekorde mit minimalem Material, Augsburg 1984) zurück.
Bei freiwilligen Pattsperrungen geht es um Folgendes:
Im Satzspiel (d. i. das Geschehen, das sich entwickelt, wenn Schwarz statt Weiß am Zuge wäre)
muss Schwarz pattsetzen.
In der Ausgangsstellung kann Weiß verhindern, dass er pattgesetzt wird:
Jeder seiner Züge, der das Patt verhindert, heißt freiwillige Pattsperrung.
In der (legalen) Ausgangsstellung gibt es keine Umwandlungsfiguren.
Umwandlungszüge des Weißen sind nicht zulässig,
Umwandlungszüge des Schwarzen im Satz oder nach dem weißen Zug schon.
Der Rekord mit minimalem Material ist die folgende Konstruktion:
Wir versuchen wie üblich, die Effizienz zu optimieren.
Die beste gelang mir mit 7 Steinen. Mal sehen, was unseren Lösern so einfällt!
41. Aufgabe: Freiwillige Pattsperrungen, Max Witte
Konstruiere einen legalen 7-Steiner ohne Umwandlungsfiguren mit möglichst großer Effizienz bezüglich freiwilliger Pattsperrungen. Eine freiwillige Pattsperrung liegt vor, wenn 1.) Schwarz, wäre er am Zug, pattsetzen muss; 2.) Weiß seine Pattsetzung verhindern kann, aber nicht muss. Keine weißen, wohl aber schwarze Umwandlungszüge im Satz oder nach den weißen Themazügen sind zulässig. [Lösung]